Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Abschluss!
Noemi Gottraux hat ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ mit einer hervorragenden Gesamtnote von 5,5 abgeschlossen und damit den dritten Rang im gesamten Kanton Zürich unter 893 Absolventinnen und Absolventen erreicht. Im praktischen Teil überzeugte sie sogar mit der Bestnote 6. Und als wäre das nicht schon genug, hat sie parallel dazu auch noch erfolgreich die Berufsmaturität absolviert.
Wir haben mit Noemi über die vergangenen drei Jahre, ihren hervorragenden Abschluss und ihre nächsten Pläne gesprochen.
Noemi, wir gratulieren dir ganz herzlich zu diesem tollen Abschluss. Wir freuen uns sehr für dich und sind stolz auf deine hervorragenden Leistungen. Zu deinem Abschluss, deiner Ausbildungszeit und deinen Erfahrungen möchten wir dir gerne ein paar Fragen stellen.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Ursprünglich wollte ich Fachfrau Betreuung werden. Dann habe ich als Fachfrau Gesundheit geschnuppert und gemerkt, dass mir dieser Beruf sehr gefällt. Für mich war von Anfang an klar, dass ich eine Ausbildung im sozialen Bereich machen möchte.
Besonders schön finde ich die Arbeit im Alterszentrum, weil man die Bewohnerinnen und Bewohner über eine längere Zeit begleitet. Dadurch kann man eine persönliche Beziehung zu den Menschen aufbauen, was mir sehr wichtig ist.
Wie hat dich die Stiftung als Ausbildungsbetrieb unterstützt?
Meine Berufsbildnerin hat mich während der gesamten Ausbildung sehr unterstützt. Ich hatte drei Jahre lang dieselbe Berufsbildnerin, was für mich sehr hilfreich war und mir Kontinuität gegeben hat.
Auch die Teams haben mich im Alltag und in der Praxis immer unterstützt. Während meiner Ausbildung war ich in drei verschiedenen Teams tätig und konnte überall auf Unterstützung zählen.
Was hat es gebraucht, so einen guten Abschluss zu schaffen?
Ich hatte bereits eine gute Vornote, was natürlich eine gute Ausgangslage war. Gleichzeitig habe ich neben der Ausbildung auch die Berufsmatur gemacht. Deshalb blieb mir nicht immer viel Zeit zum Lernen. Trotzdem hat es sehr gut geklappt – auch wenn ich vor den Prüfungen ziemlich nervös war.
Was hast du in den letzten drei Jahren deiner Ausbildung gelernt?
Besonders mein letztes Lehrjahr habe ich sehr positiv in Erinnerung. Ich habe mich in meinem Team sehr wohlgefühlt und gemerkt, dass ich während meiner Ausbildung auch persönlich gewachsen bin.
Ich bin viel offener geworden und habe mehr Selbstvertrauen gewonnen. Gleichzeitig sind mir die Bewohnerinnen und Bewohner sehr vertraut geworden. Diese Beziehungen und das gegenseitige Vertrauen geben einem eine schöne Basis für die tägliche Arbeit.
Gibt es schöne Ereignisse oder Momente, die du nicht so schnell vergessen wirst?
Ich habe während meiner Ausbildung viele schöne Erinnerungen gesammelt, die ich nicht so schnell vergessen werde. Besonders die gemeinsame Zeit im Team und die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern waren für mich wertvoll.
Die Gespräche, Beziehungen und Bekanntschaften mit den Bewohnerinnen und Bewohnern nehme ich gerne mit. Ausserdem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, selbstständiger zu arbeiten und auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. Diese Erfahrungen werden mich auch in Zukunft begleiten.
Warum würdest du anderen Jugendlichen diesen Beruf empfehlen?
Es ist ein mega cooler Beruf! Man arbeitet sehr eng mit anderen Menschen zusammen und wächst dabei auch selbst. Es entstehen viele gute Gespräche, und für mich ist es ein echtes Miteinander – ein Geben und Nehmen.
Man ist viel mit Menschen in Kontakt und hat gleichzeitig die Möglichkeit, ihnen zu helfen und sie zu unterstützen. Genau das macht den Beruf für mich so besonders.
Wie geht es jetzt bei dir weiter?
Als Nächstes mache ich für fünf Monate ein Praktikum an einer Primarschule. Wenn mir das entspricht, könnte ich mir vorstellen, anschliessend an der Pädagogischen Hochschule zu studieren und später als Lehrerin zu arbeiten.
Falls ich merke, dass dieser Weg doch nicht das Richtige für mich ist, wäre ein Studium im Bereich Pflege an einer Fachhochschule ebenfalls eine interessante Möglichkeit. Wichtig ist mir auf jeden Fall, weiterhin nahe am Menschen zu arbeiten und das Soziale nicht zu verlieren.
Vielen Dank, liebe Noemi.
Wir freuen uns mit dir und wünschen dir alles Gute und viel Erfolg für deinen weiteren Lebensweg!